Gemeinsam mit mehr als 60 bundesweiten Organisationen und Einrichtungen forderte der Interkulturelle Rat in Deutschland dazu auf, sich an den Aktionswochen zu beteiligen und Zeichen gegen Rassismus zu setzen. Auf diesen Seiten können Sie sich
Die Internationalen Wochen gegen Rassismus 2012 fanden vom 12.-25. März statt.
Die Initiative “Respekt! Kein Platz für Rassismus” und die IG Metall laden zu einem Fotowettbewerb ein, der Respekt sichtbar machen soll: am Arbeitsplatz in der Familie, in der Freizeit, im Alltag. Unter den Einsendungen werden die besten 100 Fotos und Bildserien für eine Ausstellung ausgewählt. Die Ausstellung wird zur Preisverleihung eröffnet und als Wanderausstellung in verschiedenen Städten gezeigt werden. Einsendeschluss ist der 10. Oktober 2012, die Preisverleihung findet am 10. Dezember 2012 im main_forum der IG Metall in Frankfurt am Main statt.
Respekt!-Fotowettbewerb: Informationsflyer
Respekt!-Fotowettbewerb: Teilnahmeformular
Noch bis zum 30. Juni 2012 läuft die Ausschreibung für den Julius Hirsch Preis des Deutschen Fußball-Bundes 2012. Bewerben können sich Vereine, Initiativen und Einzelpersonen, die sich im Zeitraum von Juli 2011 bis Juni 2012 im Zusammenhang mit dem Fußball in besonderem Maße für Toleranz und Respekt, für Demokratie und Menschenrechte sowie gegen Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus eingesetzt haben. Ausgezeichnet werden sowohl zeitlich befristete Aktionen als auch unbefristete Projekte.
Julius Hirsch Preis – Ausschreibung 2012
Der vom Interkulturellen Rat veröffentlichte Veranstaltungskalender zu den diesjährigen Internationalen Wochen gegen Rassismus verzeichnet bundesweit erstmals mehr als 1.200 Aktivitäten in über 300 Städten und Gemeinden. Die Kampagne vom 12.-25. März 2012 war damit die umfangreichste und vielfältigste in der Geschichte der Aktionswochen.
Ein Anlass für die große Beteiligung an den diesjährigen Internationalen Wochen gegen Rassismus war sicher das Entsetzen über die rassistisch motivierten Morde der sogenannten Zwickauer Zelle und das Bedürfnis, diesen etwas entgegenzusetzen. Deutlich wurde in den Veranstaltungen zu den Aktionswochen aber auch, dass es den Akteuren ein großes Anliegen ist, den Blick auf Alltagsrassismus und strukturellen Rassismus in der Mitte der Gesellschaft nicht zu verlieren. So wurden zu vielen Gelegenheiten aktuelle gesellschaftliche Themen wie die prekäre soziale Situation von Flüchtlingen und Geduldeten sowie eingeschränkte Partizipationsrechte für Migrantinnen und Migranten oder die soziale Ausgrenzung von Minderheiten aufgegriffen. Vielerorts setzte man sich mit Antisemitismus, Antiziganismus und mit antimuslimischem Rassismus auseinander.
Das Forum gegen Rassismus hat den Angehörigen der Opfer der Neo-Nazi-Morde in einer Erklärung zum Internationalen Tag gegen Rassismus 2012 seine Anteilnahme und sein Mitgefühl ausgesprochen.
Weiter heißt es in der Erklärung, das Forum gegen Rassismus nehme die in Teilen der Gesellschaft verbreiteten Ressentiments und Vorurteile gegen gesellschaftlich benachteiligte Gruppen mit Sorge zur Kenntnis: „Wir sehen die Gefahr, dass gewaltbereite Rassisten sich hierdurch ermutigt und ihr Handeln legitimiert sehen. Es ist nicht hinnehmbar, dass sich Strukturen und Gedankengut breitmachen, die zur Verletzung oder Ermordung von Bürgen wegen ihrer nationalen oder ethnischen Herkunft oder ihres Glauben führen.“
„Die vielen Aktivitäten bei den Internationalen Wochen gegen Rassismus 2012 sind eine eindrucksvolle Antwort der Zivilgesellschaft auf die Mordserie der so genannten ‚Zwickauer Zelle‘“. Das erklärte der Vorsitzende des Interkulturellen Rates, Jürgen Micksch, anlässlich des Internationalen Tages gegen Rassismus am 21. März.
Die Beteiligung an den diesjährigen Aktionswochen sei so groß wie nie zuvor: „Tausendfach setzen Schulen, Volkshochschulen, Fußballvereine, Betriebe, Gewerkschaften, Religionsgemeinschaften und lokale Initiativen Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung“, so Micksch.
Staat und Politik sind nun dazu aufgefordert, dieses zivilgesellschaftliche Engagement zu unterstützen.
„Unsre Kurve – Kein Platz für Rassismus!“ Unter diesem Titel veröffentlichen die Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS) bei der Deutschen Sportjugend, die Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte und der Interkulturelle Rat im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus eine Broschüre, in der 31 Fanprojekte ihr Engagement und ihre Projekte gegen Rassismus und Diskriminierung im Fußballsport vorstellen. Darüber hinaus wirft der Journalist Kwamena Odum einen persönlichen Blick auf die aktuelle Situation und schildern der DFB und die DFL ihre Aktivitäten in der Integrationsarbeit und im Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung.
Der Interkulturelle Rat, PRO ASYL und der Verein „Mach‘ meinen Kumpel nicht an“ rufen in einer gemeinsamen Erklärung dazu auf, sich aktiv gegen Rassismus und Diskriminierung zu stellen. Sie regen an, sich während der Internationalen Wochen gegen Rassismus vom 12. bis 25. März durch Aktionen mit den Gegnern und Opfern von Rassismus zu solidarisieren.
Möglich seien Diskussionsveranstaltungen mit politisch Verantwortlichen, Stadtteilfeste, Menschenketten und Gedenkveranstaltungen an Orten, die zur Zielscheibe rassistischer Gewalt geworden sind oder Solidaritätsaktionen mit Flüchtlingen und Geduldeten. Empfohlen wird auch, sich an der Aktion „5 vor 12“ zu beteiligen, mit der die Türkische Gemeinde in Deutschland dazu aufruft, am 21. März – dem Internationalen Tag gegen Rassismus – in Schulen, Betrieben und der Öffentlichkeit viele Zeichen gegen Rassismus zu setzen.
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die Deutschen Arbeitgeberverbände (BdA) rufen in einer gemeinsamen Erklärung dazu auf, am Donnerstag, den 23. Februar 2012 um 12:00 Uhr in den Betrieben und Unternehmen in der Arbeit innezuhalten und eine Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer rechtsextremistischer Gewalt einzulegen.
An diesem Tag wird der Opfer zeitgleich in Berlin mit einem Staatsakt der Verfassungsorgane des Bundes gedacht. DGB und BDA rufen in ihrer gemeinsamen Erklärung dazu auf,
Der Interkulturelle Rat wird diesem Aufruf am 23. Februar 2012 in seiner Geschäftsstelle Folge leisten. Er ruft dazu auf, sich an der Schweigeminute zu beteiligen!
In einer gemeinsamen Erklärung haben sich 30 zivilgesellschaftliche Organisationen und Einrichtungen, darunter die Türkische Gemeinde in Deutschland, der Deutsche Gewerkschaftsbund, die Arbeiterwohlfahrt, der Paritätische Wohlfahrtsverband und der Interkulturelle Rat an die Öffentlichkeit und die politisch Verantortlichen gewandt. Angesichts der rassistischen Morde der sogenannten Zwickauer Zelle und vor dem Hintergrund verbreiteter rassistischer Einstellungen in Teilen der Gesellschaft fordern die Unterzeichner die Erarbeitung eines umfassenden “Nationalen Aktionsplans zur Bekämpfung von Rassismus und rassistischer Diskriminierung”. Gefordert seien u.a. die Ausweitung des Opferschutzes und der Opferberatung, die Unterstützung von Nichtregierungsorganisationen und die Förderung demokratischer Strukturen in der Zivilgesellschaft sowie die Einrichtung und Förderung einer unabhängigen Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Rechtsextremismus.

Jeder Tag und jeder Euro zählt! Wir benötigen kurzfristig mindestens 30.000 Euro, um auch 2012 den Einsatz für ein friedliches Zusammenleben und gegen Rassisten und Rassismus in unserem Land fortzusetzen. Bitte helfen Sie uns dabei!
In den letzten Jahren hat sich ein eindrucksvolles Engagement gegen Rassismus entwickelt. Der Interkulturelle Rat hat nun eine 70-seitige Handreichung veröffentlicht, in der 239 Initiativen der Antirassismus- und Menschenrechtsarbeit vorgestellt werden.
„In Deutschland wird mit Recht viel über rechtsextreme und rassistische Gruppierungen berichtet. Viel zu wenig wird jedoch über den großen Einsatz von Einrichtungen informiert, die sich für die Menschenrechte und gegen Rassismus einsetzen. Unsere Handreichung soll diese Initiativen bekannter machen“, so Jürgen Micksch, Vorsitzender des Interkulturellen Rates.
Alltagsrassismus ist Wegbereiter für tödliche Gewalt. Mörder wie Anders Behring Breivik oder die Angehörigen der sogenannten Zwickauer Zelle morden in der Überzeugung, den Willen einer schweigenden Mehrheit zu erfüllen. „Bei allem berechtigten Erschrecken über das Ausmaß der Gewaltbereitschaft und den Organisationsgrad rechtsextremer Rassisten: Wir dürfen die Augen vor dem alltäglichen Rassismus in unserem Land nicht verschließen“, erklärt der Vorsitzende des Interkulturellen Rates, Jürgen Micksch, anlässlich der Veröffentlichung der Vorbereitungsmateria-lien zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus vom 12. bis 25. März 2012.
Zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, darunter auch der Vorsitzende des Interkulturellen Rates, haben eine gemeinsame Erklärung zu den rassisitisch motivierten Morden an Enver Şimşek, Abdurrahim Özüdoğru, Süleyman Taşköprü, Habil Kılıç, Yunus Turgut, İsmail Yaşar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubaşık, Halit Yozgat und Michèle Kiesewetter abgegeben. Sie zeigen sich beschämt darüber, dass der deutsche Staat ihnen keinen Schutz vor diesen terroristischen Verbrechen geboten hat. Die Unterzeichner fordern, die Morde vollständig aufzuklären, die Rolle deutscher Sicherheitsbehörden schonungslos offenzulegen und den Kampf gegen Rechtsextremismus und Rassismus zu einer zentralen Aufgabe aller demokratischen Kräfte zu machen.
Gemeinsame Erklärung: Für Freiheit, Vielfalt und Zusammenhalt – gegen rechten Terror in Deutschland
Nach Abschluss der sehr erfolgreich verlaufenen Internationalen Wochen gegen Rassismus 2011 haben die Planungen zur Durchführung der kommenden Aktionswochen bereits begonnen. In Vorbereitung der Internationalen Wochen gegen Rassismus vom 12.-25. März 2012 führten wir am 27. September 2011 in Leipzig unsere jährliche Vorbereitungstagung durch. Auf der Tagung wurde gemeinsam analysiert, was den Rassismus-Diskurs gegenwärtig bestimmt und welche Themen und Entwicklungen uns für die Aktionswochen 2012 erwarten. Ideen für Veranstaltungen und Kooperationen im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2012 wurden erarbeitet und die Tagungsteilnehmenden hatten die Gelegenheit, sich untereinander auszutauschen und eigene Anregungen einzubringen.
Ein ausführlicher Tagungsbericht steht hier zum Download bereit.
Zur rechtzeitigen und besseren Planung Ihrer Aktivitäten im Rahmen der Aktionswochen, finden Sie nachfolgend die Termine für die kommenden Jahre:
Die Internationalen Wochen gegen Rassimsus 2013: 11. – 24. März
Die Internationalen Wochen gegen Rassismus 2014: 10. – 23. März